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Form

Mandschurische Daumenringe sind ihrer klassischen Form nach im wesentlichen Hohlzylinder mit fast durchgängig paralleler Innenbohrung.

Daumenring im mandschurischen Stil nebst Schnitt durch einen solchen

Vereinzelt existieren Ausführungen, bei denen die Außenwandung des Zylinders unter anderem zur Gewichtsreduktion leicht konkav ausgearbeitet ist.

mandschurischer Daumenring mit konkav gearbeiteter Außenwandung

Diese Formen kommen daher dem Verständnis eines "Ringes" im umgangssprachlichen Sinne näher, als koreansiche oder türkische Daumenringe.

Vergleich von Daumenringen im türkischen, mandschursichen und koreanischen Stil (v. l. n. r)

Der Bereich der Wand der Grundfläche des Ringes bildet die eigentliche Auflagefläche der Sehne.

Sie sollte plan gearbeitet sein, um eine gleichmäßige Belastung der heutzutage verwendeten, relativ dünnen Sehnen zu gewährleisten und ein sicheres Auzugsgefühl zu vermitteln. Die Kanten können leicht abgerundet werden.

Grundfläche des Ringes als Auflagefläche der Sehne

Ihre Stärke sollte für Anfänger fünf bis sechs Millimeter nicht unterschreiten; für Fortgeschrittene empfehlen sich Wandstärken von vier bis fünf Millimetern. Die Gefahr etwaiger Unsauberkeiten beim Lösen mit dickwandigeren Ringen ist im Anfängerbereich zugunsten der Sicherheit beim Erlernen des Umganges mit dem Ring vernachlässigbar.

Die Höhe des gesamten Ringes richtet sich nach den individuellen, anatomischen Gegebenheiten des Daumens und sollte unter fachkundiger Anleitung mit einer speziellen Messmethode ermittelt werden.

Der Durchmesser der Innenbohrung ist ebenfalls von den anatomischen Verhältnissen des Verwenders abhängig.

Generalisierend lässt sich sagen, dass eine sowohl sichere, wie auch komfortable Handhabung eher mit höheren Ringen stärkerer Wandung, als mit niedrigen Ringen dünnerer Wandstärke erreicht werden kann. Denn mit ersteren wird die über die auszuziehende Sehne vermittelte Druckeinwirkung besser auf und um den Daumen verteilt bzw. vom Ring selbst getragen.

Zum oberen Abschluss des Ringes hin, also in dem Bereich, welcher bei aufgestecktem Ring auf die Spitze des Daumens zuläuft, erweitert sich die Bohrung leicht trichterförmig; der Durchmesser der Innenbohrung ist dort größer, als am zur Hand zeigenden Ende des Ringes.

trichterförmige Erweiterung der Innenbohrung zum oberen Ringabschluß hin

Verzierungen des Ringes, wie sie sich etwa bei historischen, meist als bloße Statussymbole fungierenden Vorbildern finden, sind unnötig bis störend, daher überflüssig und somit abzulehnen.