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Form

Grundsätzlich gibt es im Hinblick auf den hiesigen Kontext keinen Unterschied zwischen der mandschurischen, mongolischen und tibetischen Bogenform:

Jede läßt sich gleichermaßen für moderne oder sportorientierte Zwecke einsetzen; ein Dogma bei der Auswahl der jeweiligen Bogenform oder des Design ist nicht angezeigt.

Vielmehr kann und sollte man sich zunächst von den persönlichen Vorlieben für das jeweilige Erscheinungsbild oder dessen kulturhistorischer Verortung leiten lassen.

Dieses trägt wesentlich zur Identifikation mit der eigenen Trainingsausrüstung bei und ist ein entscheidender Faktor, um später gute Ergebnisse erreichen zu können: Wer sich nicht mit dem eigenen Utensilien anfreunden kann, wird mit ihnen auch nicht das Maximum an Leistung erreichen können.

Ungeachtet dessen empfiehlt es sich für Anfänger zumindest darüber nachzudenken, zunächst mit "kürzeren" Bogen, mithin der "tibetischen / tibetisch-mandschurischen Variante" zu beginnen:

Denn viele Schützen, Anfänger wie auch Fortgeschrittene, reagieren auf den bei mandschurischen oder mongolischen Bogen auftretendem Handschock ausgesprochen empfindlich und können dadurch entweder leicht Verletzungen erleiden oder die Freude an der Sache an sich verlieren.

Man sollte sich daher vorzeitig ein Bild darüber machen, ob – zumindest am Anfang – ein Kompromiss zwischen Wunschdenken und Realität nicht angezeigter ist, denn ein Beharren auf einer festgelegten Bogenform, mit welcher der Schütze nicht wirklich umgehen kann. Ein Probeschießen der verschiedenen Bogenformen kann hier eine Entscheidungshilfe liefern.

Zu beachten ist weiterhin, dass die avisierten Bogen in der Regel einen Auszug von mindestens 32 Zoll gewährleisten und nicht schon vorher ihre Leistungsgrenzen - diese ist bei chinesischen Bogen in der Regel bei einem Sehnen-Siyah-Winkel von 90 Grad festzustellen - erreichen sollten, da ansonsten das im hiesigen Sinne typische Schußverhalten nicht erfahrbar wird (vgl. Näheres dazu auch unter der Pfeilschäfte/Schaftlängen).

Schließlich gilt der Grundsatz, dass jeder Bogen vor dem Erwerb oder der Auswahl möglichst unter fachkundiger Anleitung probegeschossen werden sollte, um sich einen Eindruck dessen Schussverhaltens verschaffen zu können. Dadurch lassen sich spätere Enttäuschungen vermeiden.

Auf die Wahl des geeigneten Zuggewichts wird an gesonderter Stelle eingegangen.