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Material

Moderne Materialien erlauben es heutzutage, jede der erwähnten Bogenformen in nahezu jeder Qualität bei beliebigem Zuggewicht in einer breiten Preisspanne herzustellen.

Eine preiswerte Einstiegsvariante sind Bogen aus einer Kombination von Glasfiber/-faser und Holz:

Mit ihnen kann der Anfänger insbesondere das Schußverhalten dieser Art von Bogen kennenlernen und sich entscheiden, ob er in diesem Bereich weiteragieren möchte, ob diese Materie des Bogenschießens „etwa für ihn ist“. Sollte sich auf diesem Wege herausstellen, dass diese Art von Bogen dem Schützen nicht behagt, so hält sich die finanzielle Fehlinvestition in überschaubaren Grenzen.

Außerdem eignen sich diese Bogen auch für den Fortgeschrittenen hervorragend für den täglichen Trainingsbetrieb, da sie aufgrund der verwendeten Werkstoffe recht unempfindlich gegen Witterungs- und mechanische Einflüsse sind.

Anbieter solcher Bogen sind zum Beispiel der chinesische Bogenbauer Zhang Li (www.alibowshop.com), welcher auch auf diversen Verkaufsplattformen im Internet präsent ist.

Glasfiber/ -faser - Holz - Bogen aus dem Hause Zhang Li

Testbericht

Ebenso bietet der ungarische Bogenbauer Groszer derartige Bogen innerhalb seiner „Nomad“ – Serie an (www.nomadbows.com).

Von ganzteiligen / Vollglasfiberbögen ist abzuraten, da diese ungeachtet des Bogendesigns ein zu unruhiges, sprichwörtlich „wabbeliges“ Schußverhalten zeigen, welches sich weder für den Anfänger zum Kennenlernen, noch für den Fortgeschrittenen zur Erzielung gesteigerter Leistungen eignet.

Die Mittelklasse repräsentieren laminierte Bogen aus Holz, Bambus bzw. Glasfiber oder Carbonbestandteilen. Ihre Verwendung kommt in Betracht, wenn der Einsteiger sich im Klaren darüber ist, sich nachhaltig mit dieser Art des Bogenschießens auseinandersetzen zu wollen.

Meines Erachtens sind hinsichtlich derer historischen Authentizität, der Qualität der Verarbeitung, individueller Auswahlmöglichkeiten sowie des Schußverhaltens die laminierten Bogen des chinesischen Bogenbauers Gui Shunxing, alias Mariner derzeit die Besten auf dem Markt (www.cinnabarbow.com).

Laminierter Bogen aus Holz, Bambus und Glas aus dem Hause Gui Shunxing/Mariner

Testbericht

Sich außerordentlich eng an historischen Vorbilder anlehnende Nachbildungen mandschurischer Bogen in Laminatbauweise sind unter www.manchubows.com erhältlich.

Laminierte Nachbildung eines mandschurischen Bogens aus dem Hause manchubows.com

Testbericht

Die Oberklasse stellen Horn-Sehnen-Kompositbogen dar. Diese sind meist nur als individuelle Auftragsarbeiten erhältlich, orientieren sich an historischen Vorbildern, wobei jedoch auch der Individualisierung keinerlei Grenzen gesetzt sind. Der Bau dieser Bogen erfordert meist sehr viel Zeit; Wartezeiten von über einem Jahr sind üblich. Die Preise sind entsprechend hoch.

Außerordentlich gut verarbeitete und leistungsfähige Horn-Sehnen-Kompositbogen fertigt in Deutschland André Brennecke (www.archerybrennecke.de).

Mandschurischer Horn-Sehnen-Kompositbogen aus dem Hause André Brennecke

Testbericht

Weiterhin sind als Kompositbogenbauer Lukas Novotny (www.salukibow.com) und Csaba Groszer (www.grozerarchery.com) bekannt.