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Bogen und Kraftdreieck

Aus der Unterordnung sämtlicher Anhängsel des Schußprocesses unter den Vector Pfeil und dessen Ausrichtung wird einsichtig, dass der Bogen in diesem Kraftdreieck von vornherein keinen exponierten Platz einnehmen kann.

Wesentlich ist vielmehr, dass er als zum Transport des Pfeiles "notwendiges Übel" von vornherein derart zu platzieren ist, dass er die Ausrichtung des Pfeiles gen Ziel nicht stört.

Er ist demnach außerhalb der Richtung der Kraftübertragung zu stellen, hat sich an dieser zu orientieren bzw. ihr anzupassen.

Ihn erst in jene zu stellen, um ihn dann beim Schußprocess durch zusätzliche, selbst fehleranfällige Handlungen – wie etwa ein Herausdrehen, Herauswinden, Wegreißen des Bogens oder Ähnliches - wieder entfernen zu müssen, ist nach der hier vertretenen Herangehensweise unnötig, uneffektiv und ist somit überflüssig.

Insofern sei darauf hingewiesen, dass selbst für den Fall, dass stilbedingt derartige Vorgehensweisen notwendig erscheinen sollten, sie keinerlei aktive Handlungen sondern nur Resultate der Krafteinsätze und  -verhältnisse am Bogen sein dürfen.

Dies gilt auch für solche Verfahrensweisen vorbereitenden Handlungen, wie zum Beispiel ein verdrehtes Greifen des Bogens, das Ausüben eines zur Seite gerichteten oder verwindenden Druckes auf den Bogen oder dessen Griff zum Zwecke späteren Herausdrehens aus der Schußbahn. Sie entfallen, wenn ihre Ursache von vornherein nicht gesetzt wird.

Infolge dessen erübrigt sich auch ein Sinnieren darüber, ob und in welche Richtung der Pfeil etwa abgelenkt werden könnte, wenn denn der Bogen die Richtung des Kraftvectors Pfeil stören würde.

Entgegengesetzt zu verfahren hieße nichts anderes, als ein Hindernis auf einem Weg zu platzieren, den man kurz darauf zu passieren beabsichtigt -  um sich somit später mit den Notwendigkeiten und Möglichkeiten zur Beseitigung des Hindernisses befassen zu müssen. Eine solche Herangehensweise wird sich jedoch schwerlich als effektiv oder sinnvoll bezeichnen lassen.

Dieses sollte man sich immer vergegenwärtigen, da oft der Bogen und nicht der Pfeil als Dreh- und Angelpunkt des Schusses angesehen wird und im Zuge dessen obbesagte Ursachen für Fehlerquellen gesetzt werden.